Berufsschau stand im Zentrum der Aktivitäten
20.07.2012 - 08:30
MWB

GV – Beim Maler- und Gipserunternehmerverband Baselland sind Aus- und Weiterbildung wichtig.
Dass die Aus- und Weiterbildung für den Maler- und Gipserunternehmerverband Baselland eine zentrale Aufgabe darstellt, illustrierten an der Generalversammlung auf eindrückliche Weise die Jahresberichte von Präsident Lucian Hell und Paul Thüring, dem Obmann der überbetrieblichen Kurse. Die fünfte Generalversammlung des Maler- und Gipserunternehmerverbands Baselland fand in ländlich-idyllischer Umgebung im so genannten «Kuhstall» auf dem Hof Langacher in Maisprach statt.

 

Erfolgreiches Projekt «Lehre plus»
Neben dem zurzeit ebenfalls wichtigen Thema «Öffentlichkeitsarbeit» hat sich der Verband letztes Jahr vor allem mit Themen rund um die Berufsbildung befasst. Im Vordergrund der Aktivitäten stand dabei die Beteiligung an der Berufsschau in Pratteln. Lucian Hell und Tobias Teuber, Chefexperte Maler, wiesen aber auch auf das erfolgreiche Projekt «Lehre plus» hin. Mit diesem werden gut Lernende in speziellen Kursen zusätzlich gefördert.
In der Malerfachschule Nordwestschweiz, einer gemeinsam getragenen Einrichtung der Kantonalverbände von Aargau, Baselland und Basel-Stadt, konnte zudem bereits der zweite Lehrgang für Baustellenleiter durchgeführt werden.
Einen gewohnt prägnanten Einblick in die Tätigkeit der Zentralen Paritätischen Kontrollstelle (ZPK) gab Markus Meier, stv. Direktor der Wirtschaftskammer Baselland. Gemäss Meier haben im ersten Quartal 2012 aus dem Ausland entsandte Arbeitnehmende im Baselbieter Ausbaugewerbe über 10 000 Manntage Arbeit geleistet.

 

Ein Viertel Scheinselbstständige
Durchschnittlich sind 120 gemeldete Angestellte und 40 Selbstständige auf Baselbieter Baustellen tätig. Gut ein Viertel der erwähnten Manntage werden somit von sogenannt Selbstständigen geleistet. Die Baustellenkontrollen offenbaren in zunehmendem Masse, dass es sich dabei aber oft um Scheinselbstständige handelt. Mittlerweile wurde diese Problematik auch in Bundesbern erkannt.
Die eidgenössischen Räte haben deshalb – aufgrund eines parlamentarischen Vorstosses, den Wirtschaftskammerdirektor Hans Rudolf Gysin noch als Nationalrat eingereicht hatte – die flankierenden Massnahmen verschärft, um die Scheinselbstständigkeit künftig wirksamer bekämpfen zu können. Die administrativen Geschäfte wurden von Präsident Lucian Hell speditiv abgewickelt. Dank der guten Arbeit der Verbandsleitung brachte auch das Traktandum «Wahlen» keine Überraschungen. Hell und seine Vorstandscrew wurden für eine weitere Amtszeit bestätigt, wobei sich die Umweltschutzbeauftragte Sandra Felber nur noch für ein Jahr zur Verfügung gestellt hat.